Ein perfekter Neubau und ein „Umzug“ nach Maß:

Datenmigration in einem automatisierten Prozess

Wenn das bestehende CMS nicht mehr zeitgemäß ist und daher der Wechsel auf ein leistungsfähigeres neues System unvermeidbar wird, rückt insbesondere bei Webanwendungen mit umfassendem Content die Organisation der Datenmigration in den Mittelpunkt.

Da die Zunahme der Webzugriffe über mobile Endgeräte ein responsives Webdesign zwingend erforderlich machte, stand die Informations- und Kommunikationsplattform „waldwissen.net“ vor einer Herkulesaufgabe: Es galt, ca. 3.000 wissenschaftliche Fachartikel und eine halbe Million Datensätze bestehend aus Bewertungen, Kommentaren und Nutzerdaten mit Favoritenlisten aus dem veralteten System in eine State-of-the-Art TYPO3-Anwendung zu migrieren. zdrei.com entwickelte die neue Plattform und gestaltete die Datenmigration in einem automatisierten Prozess.

Eine intensive Zeit liegt hinter uns und ich möchte mich bei euch allen ganz herzlich bedanken für die konstruktiven Diskussionen, das professionelle Setup, die saubere Umsetzung, euren Umgang mit mir, meinen Fragen und Wünschen und zuletzt dem reibungslosen Going-Live neben euren zwei, drei anderen Jobs, die auch noch unter dem Nagel brennen... Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. 

Great Job, vielen herzlichen Dank! Ich freue mich sehr. 

Martin Moritzi, Projektleitung waldwissen.net, WSL

Mehr als nur Responsive Design – die Ziele des neuen Webauftritts:

Mit dem Relaunch sollte der Webauftritt der Informations- und Kommunikationsplattform waldwissen.net über die Entwicklung eines modernen und responsiven Design hinaus noch leistungsfähiger werden: So hießen die weiteren Zielsetzungen, die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen und die redaktionelle Arbeit zu erleichtern.

Höhere Nutzerfreundlichkeit:

Neben der Zugänglichkeit über Tablets und Smartphones wurde Besuchern ermöglicht, durch deutlich differenziertere Such- und Filterfunktionen einen erhöhten Recherche-Komfort zu bieten, um gesuchte Inhalte und Artikel erheblich einfacher und schneller zu finden.

Vereinfachte Bedienung für Redakteure:

Damit die Redakteure sich im Prozess der Artikelerstellung auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können, wissenschaftliche Inhalte zu präsentieren, sollten die technischen Hürden bei der Platzierung von Texten und Bildern so gering wie möglich werden.

Der Aufgabenschwerpunkt: Datenmigration

Die Migration von 3.000 Artikeln und 500.000 Datensätzen

Im Zentrum des Auftrags stand die Frage, wie der bereits äußerst umfassende Content des bestehenden Webauftritts aus dem veralteten Fremdsystem in die neue TYPO3-Anwendung transferiert werden kann. Die Bestandsanalyse konkretisierte die Aufgabe: Das Volumen des vorhandenen Contents umfasste ca. 3.000 wissenschaftliche Artikel  mit insgesamt ca. 500.000 Datensätzen wie Nutzerdaten, Bewertungen, Favoritenlisten, Kommentare sowie weitere HTML-Seiten, die mit geringstmöglichem manuellen Aufwand in die neue Anwendung migriert werden sollten.

Die Frage nach der Möglichkeit der vollständigen manuellen Migration lässt sich mit einer kurzen Überschlagsrechnung schnell beantworten: Nimmt man einmal (sehr optimistisch!) an, dass die händische Migration eines einzelnen Datensatzes durchschnittlich zwei Minuten in Anspruch nimmt, läge der Gesamtaufwand bei 16.666 Personenstunden, also ca. acht Personenjahren.

Die Datenerfassung: Die Tücke liegt im Detail

Bei der Entwicklung des Migrationskonzeptes zeigte sich, dass bereits bei der Extrahierung der Daten die Tücke im Detail liegt: So befanden sich Datensätze wie z.B. Seiteninhalte und Nutzerdaten in unterschiedlichen Datenbanken. Anderer Content war überhaupt nicht in Datenbanken verfügbar, sondern musste aus den HTML-Seiten geparst werden.

Algorithmen zur automatisierten Zuordnung der Inhalte

Nach der vollständigen Datenerfassung lag eine weitere wesentliche Herausforderung darin, die einzelnen Artikel über die neuen, deutlich differenzierteren Filter- und Suchfunktionen auffindbar zu machen. Dafür wurden spezielle Algorithmen entwickelt, die eine automatisierte Zuordnung in die einzelnen Kategorien ermöglichten.

Dann doch noch Handarbeit für den letzten Schliff

Ein wichtiger Aspekt des Relaunchs war auch die Modernisierung der Webseiten-Optik, bei der anders als in der früheren Anwendung Bilder in einem größeren Format verwendet werden. Die automatische Übertragung und Zuordnung von Bildern war zwar für sich genommen möglich – es stellte sich jedoch heraus, dass einige Bilder aufgrund der vorliegenden Bildqualität nicht sinnvoll auf die nun erforderliche Bildbreite skaliert werden konnten. Die betreffenden Bilder mussten händisch gegen Versionen mit einer anderen Bildgröße ausgetauscht oder aber komplett ersetzt werden.

Die Seite war gefühlt aus den 90ern, jetzt ist sie wieder up-to-date!

Kevin M. Senior Developer zdreicom AG

waldwissen.net – einige Highlights des neuen Webauftritts

Die Progressive Web App

Durch die Programmierung der Website als Progressive Web App (PWA) erübrigte sich die zusätzliche Entwicklung einer nativen App. Damit wurde die Website noch zugänglicher für die mobile Nutzung und stellt durch ein optimiertes Caching ein Höchstmaß an Offline-Funktionalitäten zur Verfügung.

SEO-Optimierung und Vermeidung von SEO-Verlusten

Das CMS TYPO3 bietet zur Suchmaschinen-Optimierung bereits ideale technische Voraussetzungen, die weitreichend ausgeschöpft wurden. Ein potenzieller SEO-Verlust lag darin, dass die neue Website mit ihren zahlreichen Unterseiten eine komplett neue URL-Struktur erhielt. Durch das automatisierte Setzen von „Redirects“ konnte sichergestellt werden, dass die migrierten Inhalte von der alten URL weitergeleitet und somit trotz veränderter URL weiterhin aufgerufen werden können.

Die differenzierte Suchfunktion

Die Website bietet mit differenzierten Such-, Sortier- und Filterfunktionen allen Nutzern ein Höchstmaß an Recherche-Komfort. So kann der gesamte Content entweder über die gesamte Plattform hinweg oder innerhalb der Hauptkategorien „Technik und Planung“, „Waldwirtschaft“ „Lebensraum Wald“ und „Lernen und Vermitteln“ nach Herkunft, Thema, Zielgruppen und Dokumenttypen gefiltert werden.

Die Suchfunktion:
Der Nutzer entscheidet, ob er einen bestimmten Begriff entweder in einer Kategorie (z.B. „Waldwirtschaft“) oder global auf der kompletten Plattform suchen möchte.

Wissenschaft und Praxis vernetzen – unser Kunde waldwissen.net

Die Informations- und Kommunikationsplattform waldwissen.net ist ein Gemeinschaftsprodukt der vier Forschungsinstitutionen Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Diese Forschungsgemeinschaft stellt in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten qualitätsgesicherte Fachinformationen zu Wald, Mensch und Forstwirtschaft zur Verfügung.
Die Grundidee ist, Experten mit unterschiedlichen Spezialisierungen in diesem Fachbereich zu vernetzen und zur zentralen Anlaufstelle für recherchierende Forstpraktiker und andere am Wald Interessierte zu werden.

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Historie

Die Plattform waldwissen.net wurde 2005 mit ca. 600 Artikeln erstmals online geschaltet und entwickelte sich rasch weiter. Die Anzahl der Leserinnen und Leser hat sich seit dem Start auf 275.000 Nutzer pro Monat vervielfacht. Bis Mai 2020 wurden 3400 Fachartikel veröffentlicht und mehr als 220.000-mal bewertet.

Mobile Endgeräte nahmen nach 2010 stetig auf zuletzt gegen 50% Nutzeranteil zu. Für die unterdessen umfangreichste Online-Informationsquelle über den Wald im deutschsprachigen Raum wurde ein technisches Update immer dringlicher.

Zum 15-jährigen Bestehen erschien die Webseite am 2. Oktober 2020 nach einem umfassenden gestalterischen und technischen Relaunch in neuem Look und mit zahlreichen innovativen Funktionen, die Nutzern die Recherche nicht nur am PC, sondern auch über mobile Endgeräte noch einfacher machen.

Was uns begeistert:

Reibungslose Zusammenarbeit in einem agilen Prozess

Ein hinsichtlich Qualität und Prozess-Effizienz auch nur annähernd vergleichbares Ergebnis im Rahmen eines Wasserfall-Modells zu entwickeln, wäre schlichtweg undenkbar gewesen. Daher freuen wir uns, wie weitreichend sich unser Kunde waldwissen.net auf ein iteratives Vorgehen und den spannenden agilen Prozess eingelassen hat. Darüber hinaus ist deutlich geworden, wie wichtig ein erstens kompetentes und zweitens engagiertes Projektmanagement für den Erfolg ist: Kurze Wege, schnelle Rückmeldungen, fundierte Entscheidungen – kurzum: Wir sind begeistert und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

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